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Bundesland: Hessen Regierungsbezirk: Kassel Landkreis: Hersfeld-Rotenburg Höhe: 212,1 m ü. NN Fläche: 73,82 km² Einwohner: 30.411 (31. Dez. 2007) Bevölkerungsdichte: 412 Einwohner je km² Postleitzahl: 36251 Vorwahl: 06621 Kfz-Kennzeichen: HEF Gemeindeschlüssel: 06 6 32 002 LOCODE: DE BHE NUTS: DE733 Stadtgliederung: 11 Stadtteile Adresse der Stadtverwaltung: Weinstraße 16 36251 Bad Hersfeld Webpräsenz: www.bad-hersfeld.de
Die Festspiel- und Kurstadt Bad
Hersfeld ist die Kreisstadt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg im Nordosten von
Hessen, Deutschland.
Überregional ist Bad Hersfeld vor allem durch die seit 1951 alljährlich
stattfindenden Bad Hersfelder Festspiele bekannt, die in der Stiftsruine
abgehalten werden. Die Stiftsruine gilt als die größte romanische Kirchenruine
Europas. Die Geschichte der Stadt Bad Hersfeld ist in einem gesonderten Artikel
dargestellt.
Die Altstadt liegt auf einem
alluvialen bzw. fluviatilen Schwemmkegel aus Kiesen und Geröllen, die zwischen
Fulda und Geisbach angeschwemmt wurden. Auch im Talboden der Fulda liegen Kiese
und Gerölle aus dem Holozän, die meist alluvialen ursprungs sind. Sie sind von
Löß und Lehmschichten durchzogen, die diluvialen Ursprunges sind. Die Kiese und
Gerölle bestehen zum großen Teil aus mittlerem Buntsandstein, das hier das
häufigste Gestein ist. Im Westen und Osten, reicht diese Gesteinsschicht aus dem
Germanischen Trias, auf der Stellerskuppe (480,5 m ü. NN) und der Haukuppe
(446,1 m ü. NN) bis auf 400 m ü. NN. Im Osten, auf der Wippershainer Höhe,
reicht diese Schicht bis in eine Höhe von 440 m ü. NN. Die untere Grenze des
mittleren Buntsandsteins befindet sich bei etwa 110 m ü. NN
Jüngere Gesteinsschichten aus dem Trias, kommen im Stadtgebiet nur noch
vereinzelt, und in nicht mehr zusammenhängenden Schichten vor. Dies ist das Röt,
das in den Quellgebieten der vielen kleinen Bäche rund um die Stadt vorkommt.
Das darüber liegende untere Muschelkalk, bzw. mittlere Muschelkalk kommt nur
noch in einem vom West nach Ost verlaufenden schmalen Grabenbruch vor. Dieser
Graben erstreckt sich zwischen Heenes und Oberrode, nördlich der Innenstadt. Die
jüngste Gesteinsschicht aus dem Trias – dem unteren Keuper (z. B. der
Lettenkohlensandstein) – sind in der Region nur noch unter dem Schutz von
Lavadecken erhalten, die im Bereich der Stadt nicht vorkommen.
Durch Hebung der Landschaft in der Jura- und Kreidezeit, sind aus diesen
erdgeschichtlichen Perioden keine Gesteinsschichten vorhanden. Vulkanische
Gesteine aus dem Miozän kommen unter anderem noch auf der Haukuppe vor.
Gesteinsschichten die hier nicht zu Tage treten, sind der Untere Buntsandstein
der von etwa 90 Meter unter der Stadt (etwa 110 m ü. NN) bis etwa 390 Meter
Tiefe reicht. Darunter folgt der obere, und der untere Zechstein aus dem Perm.
Aus dieser Schicht stammen die zwei Heilquellen in Bad Hersfeld. Diese Schicht
wird im Untertagebau, ab der 400-Meter-Sohle an der Werra (Heringen,
Philippsthal) und an der Fulda (Neuhof bei Fulda), für den Abbau von Kali
genutzt.
Überregional bekannt sind die
jährlichen Bad Hersfelder Festspiele, Opernfestspiele und die Festspielkonzerte.
Sie finden zwischen Juni und August in der Stiftsruine statt. Weitere größere
musikalische Veranstaltungen für jeden Geschmack sind die Bad Hersfelder Bach
Tage (jedes Jahr an Ostern im Johann-Sebastian-Bach-Haus), das
Live-Jazz-Festival (jedes Jahr am 1. Juni-Wochenende auf Bühnen in der ganzen
Altstadt), die StadtJugendNacht (jährlich am ersten Samstag im September unter
der Peterstorbrücke) und das „Metalfest“ (jedes Jahr im Spätjahr).
Als das älteste Volksfest Deutschlands, ist das Lullusfest bekannt. Es findet
jedes Jahr in der Woche statt, in die der 16. Oktober fällt. Weitere größere
Volksfeste sind das Schützenfest der Schützengilde im Jägersgraben und das
Tagebergfest der Freiwilligen Feuerwehr (Waldfest in freier Natur).
Als sportliche Veranstaltungen zu nennen sind der Sauer Lollslauf, ein
Marathonlauf anlässlich des Lullusfestes, und die Internationale Bad Hersfelder
DMV-Grasbahnrennen, die jeden Sommer vom Motorsportclub Bad Hersfeld e.V. auf
einer 500 m langen Bahn veranstaltet werden.
Die meisten Märkte in der Stadt werden auf dem Linggplatz veranstaltet. Der
Wochenmarkt findet zweimal in der Woche und eine Floh- und Trödelmarkt findet
von April bis Oktober, jeden ersten Samstag des Monats statt. Weitere Jahrmärkte
sind der Ostermarkt am Mittwoch vor den Osterfeiertagen, der Pfingstmarkt am
Mittwoch vor den Pfingstfeiertagen, der Große Lulluskrammarkt am Mittwoch in der
Lullusfestwoche und der Herbstmarkt am Buß- und Bettag.