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Bundesland: Nordrhein-Westfalen Regierungsbezirk: Köln Kreis: Rhein-Sieg-Kreis Höhe: 75 m ü. NN Fläche: 48,3 km² Einwohner: 24.965 (31. Dez. 2007)[1] Bevölkerungsdichte: 517 Einwohner je km² Postleitzahl: 53604 Vorwahl: 02224 Kfz-Kennzeichen: SU Gemeindeschlüssel: 05 3 82 008 LOCODE: DE BHF NUTS: DEA2C Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1 53604 Bad Honnef Webpräsenz: www.bad-honnef.de
Bad Honnef ist eine Stadt im
Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens, auf der östlichen Rheinseite
gegenüber der Bundesstadt Bonn gelegen.
Bekannt geworden ist die ehemalige Kurstadt überwiegend durch ihren Ruf als
„rheinisches Nizza“ und als bevorzugter Wohnsitz der reicheren Bevölkerung. Im
Stadtteil Rhöndorf hatte Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der
Bundesrepublik Deutschland, bis zu seinem Tod im Jahr 1967 seinen Wohnsitz.
In den letzten Jahren hat sich die ehemalige Kurstadt zu einer wichtigen
Tagungs- und Kongressstadt entwickelt. Bad Honnef ist die Stadt mit der höchsten
Kaufkraft in ganz Nordrhein-Westfalen.
Bad Honnef liegt am östlichen
Rhein-Ufer im Süden Nordrhein-Westfalens und mit dem Siebengebirge am Beginn des
Rheinischen Schiefergebirges. Die Stadt liegt am nördlichen Ausläufer des
Westerwalds direkt an der Grenze zum Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Die
ehemalige Kurstadt befindet sich im äußeren „Speckgürtel“ der Bundesstadt Bonn
und ist acht Kilometer vom Bundesviertel entfernt, das durch die dort ansässigen
Bundesministerien, -behörden, internationalen Organisationen wie den Vereinten
Nationen und mehreren Global Playern einen Arbeitsplatzschwerpunkt mit
erheblicher nationaler und internationaler Ausstrahlung darstellt.
Das 48,3 Quadratkilometer große Stadtgebiet umfasst den südlicheren Teil des
auch als Naherholungsgebiet genutzten Siebengebirges sowie das östlich davon
liegende Gebiet. Auf Stadtgebiet liegen unter anderem die Berge Löwenburg,
Himmerich, Großer Breiberg, Leyberg und Ölender.
Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist mit 455 m ü. NN die Löwenburg, der
tiefste Bodenpunkt befindet sich mit 50 Metern am Rheinufer in Rhöndorf. Die
Stadtmitte liegt bereits 20 Meter über der Höhe am Rheinufer.
Die Stadt befindet sich mit Rheinbreitbach, Windhagen und Remagen unmittelbar an
der südlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.
Bad Honnef wird gewöhnlich in die
Stadtteile Stadtmitte, Selhof, Rhöndorf und Aegidienberg unterteilt. Diese
Aufteilung dient als Hilfsmittel z. B. für Schul- und Wahlbezirke und das
Ortsstraßenverzeichnis.[2]
Das berglagige Aegidienberg als ehemalige Gemeinde, vom Rest der Stadt durch das
Siebengebirge abgetrennt, ist ein eigener Stadtbezirk mit einem eigenen
Bürgerbüro. Für diesen Stadtbezirk existiert ein Bezirksausschuss, der aus 15
Mitgliedern besteht. Ihm gehören höchstens 12 sachkundige Bürger an. Weitere
Stadtbezirke und sonstige administrative Untergliederungen der Stadt bestehen
nicht.
Die Einwohnerentwicklung Bad
Honnefs folgte bislang dem Trend der Region Bonn/Rhein-Sieg, allerdings stiegen
die Einwohnerzahlen deutlich langsamer an als in den stark wachsenden
benachbarten Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises. Seit der kommunalen
Neuordnung 1969 gab es ein Wachstum von ca. 6.000 Einwohnern, davon ungefähr die
Hälfte im Bergbereich, also Aegidienberg.
Die zukünftige Entwicklung wird von der Verwirklichung des Bauprojekts
Selhof-Süd und von der Ausweisung neuer Bebauungsgebiete in der Berglage
abhängen, da in der Tallage entweder kaum noch freie, bebaubare Flächen
vorhanden sind oder eine Bebauung aus anderen Gründen wie dem Naturschutz nicht
erfolgen kann. Man erwartet hier auch in Zukunft steigende Preise für Bauland.
Da Bad Honnef sich im „Speckgürtel“ der stark wachsenden Region um die
Bundesstadt Bonn herum befindet, kann von einem weiteren Einwohnerwachstum
ausgegangen werden, wenn wieder große Flächen wie in Selhof-Süd möglich als
Bauland ausgewiesen werden, ansonsten prognostiziert die Bertelsmann-Stiftung
eine im Vergleich zur Region überdurchschnittlich stark alternde Bevölkerung.
Allerdings hatte Bad Honnef schon immer ein überhöhtes Durchschnittsalter, was
auf die große Anzahl von Seniorenresidenzen zurückzuführen ist.
2000 wurde Bad Honnef zur mittleren kreisangehörigen Stadt, da es die dafür
vorgesehene 25.000-Grenze überschritt.
Die Anzahl der Gesamtbevölkerung inklusive der hohen Anzahl von Zweitwohnsitzen
lag am 26. Mai 2006 mit 26.977 um fast 2.000 höher als die offizielle, vom
Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW ermittelte Einwohnerzahl.