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Bundesland: Nordrhein-Westfalen Regierungsbezirk: Detmold Kreis: Lippe Höhe: 72 m ü. NN Fläche: 100,07 km² Einwohner: 54.300 (31. Dez. 2007)[1] Bevölkerungsdichte: 543 Einwohner je km² Postleitzahlen: 32105, 32107, 32108 Vorwahl: 05222 Kfz-Kennzeichen: LIP Gemeindeschlüssel: 05 7 66 008 LOCODE: DE BFN NUTS: DEA45 Stadtgliederung: 11 Ortsteile Adresse der Stadtverwaltung: Rudolph-Brandes-Allee 19 32105 Bad Salzuflen Webpräsenz: www.bad-salzuflen.de
Bad Salzuflen ist eine Stadt und Kurort im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen mit 54.415 Einwohnern. Bad Salzuflen liegt am Zusammenfluss von Salze und Bega mit der Werre.
Bad Salzuflen liegt am östlichen Rande der Ravensberger Mulde. Bad Salzuflen ist im Vergleich zu anderen nordlippischen Gemeinden dicht besiedelt. Im Umland des Stadtzentrums sind die dörflich geprägten Ortsteile von ackergeprägten Kulturlandschaften umgeben. Das Stadtgebiet wird entwässert von der Werre. In diese mündet als Nebenfluss die Bega, die kurz zuvor die von Norden kommende Salze aufnimmt. Nordöstlich von Werre und Bega durchzieht ein großteils bewaldeter Hügelstrang der Lippischen Berge mit Erhebungen bis 250 Metern das Stadtgebiet. Tiefster Punkt liegt bei der Werre an der Grenze zu Herford auf etwa 70 Metern.
Bad Salzuflen grenzt im Osten an die Stadt Lemgo, im Süden an Lage und im Südwesten an Leopoldshöhe. Alle drei Gemeinden gehören zum Kreis Lippe. Im Westen liegt die kreisfreie Stadt Bielefeld und im Nordwesten die Stadt Herford. Im Norden grenzt Bad Salzuflen an Vlotho im Kreis Herford. Zusammen mit Herford gehört Bad Salzuflen zur Agglomeration Bielefeld.
Die Stadt gliedert sich in die zwölf Ortsteile Bad Salzuflen, Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Schötmar, Werl-Aspe, Wülfer-Bexten und Wüsten. Die bevölkerungsreichsten Ortsteile sind Bad Salzuflen mit etwa 19.700 Einwohnern, Schötmar mit etwa 8.900, Werl-Aspe mit etwa 7.500 und Wüsten mit etwa 4.000 Einwohnern (Stand: 31. Dez. 2006).[2] Zusammen machen diese vier Ortsteile gut 70 % der Bad Salzufler Bevölkerung aus. Die Ortsteile Bad Salzuflen, Schötmar, Werl-Aspe, Holzhausen und Ehrsen-Breden bilden eine durchgängige Siedlungsfläche.
* Evangelisch-reformierte
Kilianskirche (neugotisch) in Schötmar, erste Kirche um 800 n. Chr., Urpfarrei
und Muttergemeinde für viele Ortschaften des Umlandes
* Die Evangelisch-reformierte Stadtkirche liegt auf dem so genannten Hallenbrink,
der höchsten Erhebung innerhalb der Altstadt. Der im Kern spätmittelalterliche
Saalbau wurde 1762 nach einem Brand wiederaufgebaut. 1892 kam es zu einer
umfassenden Erneuerung und Erweiterung des Gebäudes. Der dem Schiff vorgelagerte
Turm ist spätgotisch. Seine welsche Haube stammt von 1782. Wichtigstes
Ausstattungsstück ist die 1765 von Heinrich Kampmeyer gefertigte Kanzel.
* Das Gemeindehaus nahe der Stadtkirche ist ein Putzbau mit Stufengiebel, der
1928 in expressionistischen Formen erbaut wurde.
* Evangelisch-lutherische Erlöserkirche. Der neuromanische Kirchenbau des
Historismus 1891–1892 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Held (Bethel)
unter Bauleitung durch Karl Siebold (Schildesche) ausgeführt. Die
Grundsteinlegung erfolgte am 12. Juli 1891, die Einweihung fand am 8. Mai 1892,
dem Sonntag Jubilate, statt. 1908–1909 wurde die Kirche durch Karl Siebold um
den Westteil mit Turm erweitert, eine erneute Erweiterung(?) erfolgte 1939 durch
Gerhard Balke (Bethel).
* Katholische Liebfrauenkirche. Mit dem ersten Spatenstich am 23. September 1956
begann der Bau der Kirche nach einem Entwurf des Paderborner Architekten Josef
Lucas; die Grundsteinlegung war am 8. Dezember 1956. Die Konsekration erfolgte
am 8. März 1959 unter dem Titel: „Maria, unsere liebe Frau, Königin des
Friedens“.
* Evangelisch-lutherische Auferstehungskirche. Sie wurde 1964–1966 nach Plänen
des Architekten Loos (Bad Salzuflen) erbaut. An der künstlerischen Gestaltung
hat das Künstlerehepaar Hans-Helmuth von Rath und Margarete von Rath (Bad
Salzuflen) wesentlich mitgewirkt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. Juli
1964; am 1. Mai 1966, dem Sonntag Jubilate, wurde die Kirche eingeweiht.
* Altes Rathaus. 1545 begonnen.
Bad Salzuflen - historisches Rathaus
Bad Salzuflen - historisches Rathaus
* Alte Schule, Brunnengasse 7. Eingeschossiger Fachwerkbau des 19. Jhdts.
* Reste der Stadtmauer (mit dem Katzenturm unweit der Stadtkirche) sind an
verschiedenen Stellen noch heute erhalten.
* Im Ortsteil Wüsten befindet sich an der Alten Vlothoer Straße der Stumpfe
Turm. 1470 wurde hier in Sichtweite der Stadt ein Wacht- und Meldeturm an einem
Teilstück auf dem wichtigen Frankfurt-Bremer Weg errichtet. Vermutlich hängt der
Bau mit einer heute nicht mehr nachweisbaren Burg Gestingen (eine von mehreren
Schreibweisen) zusammen.
* Schloss Stietencron, im Ortsteil Schötmar Mitte des 18. Jahrhundert gebaut,
ehemaliger Adelssitz, heute Musikschule der Stadt Bad Salzuflen, gelegen am
Schlosspark
Die Innenstadt weist noch immer eine größere Anzahl zumeist giebelständiger
Fachwerk-Dielenhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts auf, die nicht selten reich
beschnitzt sind. Im Bereich des Marktes entstanden auch mehrere Massivbauten.
Lange Straße, Fachwerkhäuser
Lange Straße, Fachwerkhäuser
* Fachwerkgiebelhäuser
o Fußgängerzone Lange Straße. Die Häuser sind gut erhalten, im Erdgeschoss aber
meist durch Umbau zu Ladengeschäften mit Schaufenstern verändert.
+ Lange Str. 1, 1625 bezeichnet.
+ Lange Str. 3, Giebelhaus, bezeichnet 1590.
+ Lange Str 5, Zweigeschossiges Fachwerkgiebelhaus, bezeichnet 1650
+ Lange Str. 33, mit 1612 bezeichnetes Fachwerkgiebelhaus mit reichem
Schnitzwerk und Utlucht. Das rückwärtige Steinwerk stammt wohl noch aus dem 16.
Jahrhundert.
+ Lange Str. 37, Fachwerkgiebelhaus mit Utlucht, bezeichnet 1623.
+ Lange Str. 41, Haus Obermeier (Stadt- und Bädermuseum), erbaut 1618. Die reich
geschnitzte Fassade wurde im 19. Jahrhundert verändert. In der ehemaligen Diele
befindet sich ein fragmentarisch erhaltener Renaissance-Kamin.
o Am Markt 17. Dreigeschossiger Bau mit geschnitzten Füllhölzern, 1658
bezeichnet.
o Brunnengassse 5, von 1653.
o Obere Mühlenstraße 1, das "Haus Backs" ist das prächtigste Fachwerkhaus der
Stadt.
o Osterstr. 40, das 1571 bezeichnete Giebelhaus wurde 1747 erneuert.
o Ritterstr. 6, (heute Hotel Arminius). Fachwerkbau des späten 16. Jahrhundert.
o Wenkenstr. 8, Dreigeschossiges Giebelhaus über spitzwinkeligem Grundriss,
bezeichnet 1631
* Steinbauten
o Am Markt 5 (Altes Bürgermeisterhaus). Der 1564 errichtete Bau wurde um 1580
mit einem neuen Ziergiebel versehen.
o Am Markt 23 ist im Kern ein Massivbau des frühen 16. Jahrhunderts. Im 18.
Jahrhundert wurde der Steingiebel wegen Baufälligkeit durch eine
Fachwerkkonstruktion ersetzt. Erhalten blieb auch das Hinterhaus mit Saal.
o Am Markt 36. Die Fassade des um 1600 entstandenen Steinhauses wurde um 1860/70
überarbeitet und mit einem Balkon versehen.
o Steege 2-4, Doppeltraufenhaus, erbaut 1604. Lediglich das Erdgeschoss ist
massiv, die Obergeschosse sind hingegen in Fachwerk aufgeführt, das mit reichem
Schnitzwerk versehen ist.
o Ritterstr. 8, (jetzt Teil des Hotels Arminius). Das aus dem 16. Jahrhundert
stammende Gebäude wurden um 1900 durch Umbau stark entstellt.
o Wenkenstr. 10 a, Traufenhaus von 1520 mit massivem Untergeschoss; mit
Backsteinen ausgefüllten Gefache im Zierverband.
* Weitere Bauten
o Villa Roseneck, Obernbergstraße 2. 1912–1914 für den Bielefelder Fabrikanten
Nikolaus Dürkopp in neobarocken Formen errichtet.
o Gradierwerke
o Wandelhalle (1960–1961) und Konzerthalle (1962–1963) im Kurpark, beide
hervorragende Beispiele der Bäderarchitektur der 1960er Jahre.
o Kur- und Stadttheater und Kurhaus, Parkstraße
o Bismarckturm, quadratischer, etwa 20 Meter hoher Turm auf dem Vierenberg nahe
Hollenstein im Ortsteil Schötmar. Der Turm wurde im Jahre 1900 eingeweiht, 1999
und 2004 saniert.
o UWZ Umweltzentrum Heerser Mühle, Einrichtung für Umweltbildung und -erziehung,
Freigelände, Erlebnispfad, Werkstatt, ca. 37 Hektar Arbeits- und
Anschauungsbiotope. Das Gelände ist frei zugänglich.