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Bundesland: Baden-Württemberg Regierungsbezirk: Karlsruhe Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis Höhe: 102 m ü. NN Fläche: 34,84 km² Einwohner: 21.031 (31. Dez. 2007)[1] Bevölkerungsdichte: 604 Einwohner je km² Postleitzahlen: 68754–68766 (alt: 6832) Vorwahl: 06205 Kfz-Kennzeichen: HD Gemeindeschlüssel: 08 2 26 032 LOCODE: DE HOC Adresse der Stadtverwaltung: Rathausstraße 1 68766 Hockenheim Webpräsenz: www.hockenheim.de
Hockenheim, Heimat der
gleichnamigen Motorsport-Rennstrecke Hockenheimring, ist eine Stadt im
nordwestlichen Baden-Württemberg, etwa 20 km südlich von Mannheim. Sie ist eine
der sechs größten Städte des Rhein-Neckar-Kreises und gehört zum Mittelbereich
Schwetzingen im Bereich des Oberzentrums Mannheim.
Seit 1. Januar 2001 ist Hockenheim Große Kreisstadt. Die Stadt Hockenheim hat
mit den Nachbargemeinden Altlußheim, Neulußheim und Reilingen eine
Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Hockenheim liegt in der
Oberrheinischen Tiefebene an einer alten Handelsstraße von Frankfurt am Main
nach Basel. Durch das Stadtgebiet fließt der Kraichbach, der das Stadtgebiet in
einen größeren östlichen und einen kleineren westlichen Bereich teilt und unweit
nördlich von Hockenheim bei Ketsch in den Rhein mündet.
Die Gemarkung gliedert sich in zwei große Naturräume. Die Rheinaue im Westen und
die zum Teil mehrere Meter höher gelegene Niederterrasse im Osten. Der
sogenannte Hockenheimer Rheinbogen übergeift die Gemarkungen von Ketsch,
Hockenheim und Altlußheim. 30 Teilgebiete mit insgesamt 656 Hektar stehen unter
Naturschutz. Sie werden durch eine etwa dreimal so große Fläche ergänzt, die als
Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist. Der Rheinbogen bietet biologisch
vielfältige, sekundäre Feuchtbiotope, die als Rückzugsgebiet für vom Aussterben
bedrohten Pflanzen- und Tierarten dienen. Außerdem ist er ein international
bedeutsamer Rast- und Nahrungsraum für überwinternde Vogelarten.[2]
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 3484 Hektar. Davon sind 28,2 Prozent
Siedlungs- und Verkehrsfläche, 47,5 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt,
2,3 Prozent sind Wasserflächen und 21,1 Prozent sind bewaldet.
Motorsport
Überregional bekannt wurde Hockenheim durch den 1932 eröffneten Hockenheimring,
auf dem auch Formel-1-Rennen ausgetragen werden. Bereits beim Eröffnungsrennen
am 29. Mai 1932 wurden 45.000 Besucher gezählt. Das erste Mal wurde die
Rennstrecke 1938 zum sogenannten Kurpfalzring umgebaut. Für den Umbau wurden
Arbeitslose im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eingesetzt. Der zweite
Umbau wurde durch den Bau der Bundesautobahn 6 ausgelöst, die den bis zu den
Häusern führenden Ring (Stadtkurve) komplett durchschnitt. Innerhalb von zwei
Jahren wurde bis 1965 das sogenannte Motodrom geschaffen, in dem die Zuschauer,
auf erhöhten Tribünenrängen sitzend, weite Teile der Rennstrecke überblicken
können.
2002 begannen einige Umbauarbeiten des damals noch rund 6,8 km langen
Hockenheimrings, bei der auch die Strecke drastisch verändert wurde. Der
Fahrbelag wurde erneuert, die Zuschauerkapazität erweitert und die
Streckenführung des Grand-Prix-Kurses auf 4,5 km Länge verkürzt. Außerdem wurde
ein Fahrsicherheitszentrum geschaffen, das heute vom ADAC betrieben wird. Das
Land Baden-Württemberg beteiligte sich mit rund 15 Millionen Euro an den Kosten
der Maßnahme; seither führt die Rennstrecke den Namen Hockenheimring
Baden-Württemberg. Weitere notwendige Umbaumaßnahmen, insbesondere die längst
überfälligen Verbesserungen der alten Zufahrten aus den sechziger Jahren aber
auch die baulichen Abschlussarbeiten der o. g. Maßnahmen, sind aus finanziellen
Gründen zur Zeit nicht realisierbar. So werden motorsportliche
Großveranstaltungen auf dem Hockenheimring immer seltener.
Konzerte und Veranstaltungen in Hockenheim