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Bundesland: Thüringen Landkreis: Ilm-Kreis Höhe: 500 m ü. NN Fläche: 62,64 km² Einwohner: 26.307 (31. Dez. 2007)[1] Bevölkerungsdichte: 420 Einwohner je km² Postleitzahl: 98693 (alt: 6300, kurz 63) Vorwahl: 03677 Kfz-Kennzeichen: IK Gemeindeschlüssel: 16 0 70 029 NUTS: DEG0F Stadtgliederung: 6 Stadtteile Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 7 98693 Ilmenau Webpräsenz: www.ilmenau.de
Die Goethe- und Universitätsstadt
Ilmenau liegt in Thüringen, etwa 40 Kilometer südlich der Landeshauptstadt
Erfurt im Tal der Ilm am Nordrand des Thüringer Waldes. Sie ist die größte Stadt
im Ilm-Kreis und die zwölftgrößte Stadt Thüringens.
Ilmenau übt für den südlichen Teil des Ilm-Kreises die Funktion eines
Mittelzentrums aus. Sie besitzt als einzige Stadt Thüringens, die nicht auch
Kreisstadt ist, den Status einer großen kreisangehörigen Stadt. Wichtigster
Wirtschaftsfaktor der Stadt ist die Technische Universität, an der etwa 6200
Studenten eingeschrieben sind. Die Universität ist nach der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena die zweitgrößte in Thüringen. Weitere
Wirtschaftszweige sind die Glasindustrie sowie der Maschinenbau. Historisch
bedeutsam waren auch der Bergbau (Kupfer, Silber und Mangan) und seit 1777 die
Porzellanindustrie. Zunehmend gewinnt auch der Tourismus an Bedeutung.
Die Stadt war über die Jahrhunderte hinweg relativ unbedeutend. Sie wuchs erst
an, als nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 die Industrialisierung
einsetzte. Ilmenau hat, wie andere Städte der neuen Bundesländer auch, seit der
Wende 1990 einen Strukturwandel von der Industrie zur Dienstleistungsbranche
erlebt.
Zur Zeit Goethes und in den darauffolgenden Jahrzehnten war Ilmenau ein
beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel der „Weimarer Prominenz“, bis zum Ersten
Weltkrieg außerdem ein Kurbad.
Wichtigstes Museum der Stadt ist
das Stadt- und Goethemuseum am Marktplatz. Es befindet sich seit April 2007 im
Umbau und ist daher geschlossen.
Eine weitere Ausstellung befindet sich im Jagdhaus Gabelbach im Gabelbachtal
südlich der Stadt. Sie zeigt forstwirtschaftliche und naturwissenschaftliche
Exponate aus der Zeit Goethes und dem späteren 19. Jahrhundert. Die barocke
Stadtkirche „St. Jakobus“ ist ebenfalls täglich geöffnet. Neben Gottesdiensten
finden hier auch häufig Konzerte statt. Die Alte Försterei am Wetzlarer Platz
dient als Galerie und präsentiert wechselnde Ausstellungen. An die industrielle
Vergangenheit Ilmenaus erinnert die Fischerhütte, eine ehemalige, vollständig
erhaltene, Glashütte, die ebenfalls für Veranstaltungen genutzt wird. Die
Festhalle im Südwesten der Stadt dient als Veranstaltungszentrum und Stadthalle
Ilmenaus.
Die Stadtgeschichte wird in den Archiven gesammelt. Dazu gehören das Stadtarchiv
in der Festhalle, das Museumsarchiv im Rathaus und das Universitätsarchiv im
Campus-Center. Mit der Stadtbibliothek und der Universitätsbibliothek verfügt
die Stadt zusätzlich über zwei umfangreiche Bibliotheken.
Konzerte und Veranstaltungen in Ilmenau