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Bundesland: Nordrhein-Westfalen Regierungsbezirk: Arnsberg Kreis: Soest Höhe: 79 m ü. NN Fläche: 113,3 km² Einwohner: 66.971 (31. Dez. 2007)[1] Bevölkerungsdichte: 591 Einwohner je km² Postleitzahlen: 59555–59558 (alt: 4780) Vorwahl: 02941 Kfz-Kennzeichen: SO Gemeindeschlüssel: 05 9 74 028 LOCODE: DE LIP NUTS: DEA5B Stadtgliederung: 18 Stadtteile Adresse der Stadtverwaltung: Ostwall 1 59555 Lippstadt Webpräsenz: www.lippstadt.de
Lippstadt ist eine Mittelstadt in Nordrhein-Westfalen, die seit 1975 dem Kreis Soest angehört. Sie wurde 1185 als Planstadt gegründet und ist damit die älteste Gründungsstadt Westfalens. Lippstadt liegt etwa 70 Kilometer östlich von Dortmund und 30 Kilometer westlich von Paderborn.
Lippstadt ist die größte Stadt im Kreis Soest. Sie liegt am Fluss Lippe im nordöstlichen Teil des Kreises zwischen dem südlich gelegenen Haarstrang sowie dem Münsterland und dem Paderborner Land und grenzt an die Nachbarkreise Paderborn, Warendorf und Gütersloh.
* Bad Waldliesborn stellt
aufgrund des Heilbades den bekanntesten Ortsteil Lippstadts dar. Die Wurzeln
dieser Ortschaft bildete ein Teil der Bauerschaft Suderlage der bis 1975
eigenständigen Gemeinde Liesborn; der jetzige Name gilt seit dem 1. Mai 1913.
Vor 1975 gehörte die Gemeinde Liesborn dem Kreis Beckum an (heute größtenteils
Kreis Warendorf). Die Bedeutung als Heilbad verdankt es den Thermalsolequellen,
durch die es zu einem renommierten Zentrum für Herz- und Rheumarehabilitation
aufsteigen konnte.
* Cappel ist von der Kernstadt Lippstadts kaum noch zu trennen und geht
besonders durch ein innerstädtisch gelegenes Industriegebiet (Hella KGaA Hueck &
Co. Werk 2, Rothe Erde in diese über. Bedeutsam für den Ort ist das spätestens
1139 erbaute Prämonstratenserinnenkloster, politisch wurde es Lippstadt erst
1949 angegliedert.
* Lipperode stellte wie Cappel einen der letzten Teile Lippstadts dar, welcher
bis 1949 vom Kreis Detmold verwaltet und erst danach dem Kreis Lippstadt
angegliedert wurde. Für die These, dass Lipperode der Ursprungsort der
Stadtgründer Lippstadts ist, gibt es keine gesicherten Quellen. Die eigentliche
Wasserburg wurde erst 1248 gebaut. Die Dienstleute dieser Wasserburg bildeten
die ursprüngliche Bevölkerung Lipperodes.
* Eickelborn ist über die Stadtgrenzen Lippstadts hinaus vor allem bekannt durch
die Psychiatrische Landesklinik, bestehend aus der Klinik für Psychiatrie und
dem Westfälischen Zentrum für Forensische Psychiatrie. Die Ortsgeschichte geht
zurück bis in das Jahr 1262 und beginnt mit dem Rittergut der Herren von
Ekeneberne.
* Benninghausen, welches sich östlich an Eickelborn anschließt, beherbergt
ebenfalls eine Westfälische Klinik für Psychiatrie. Erstmalig wurde die
Ortschaft im 9. Jahrhundert erwähnt, erlangte jedoch besonders durch ein 1240
erbautes Zisterzienserinnenkloster Bedeutung, welches 1820 in ein Landarmenhaus
umgewandelt wurde und so die Grundlage für die heutige psychiatrische Klinik
darstellte.
* Lohe stellte ursprünglich einen Vorort zum Kloster Benninghausen dar und ist
auch heute noch sehr dörflich geprägt. Erstmals ist es als „Ruversloh“ 1313
urkundlich erwähnt worden. Der Menninghof wurde erstmals um 1500 erwähnt und
stellt damit eines der ältesten Bauerngehöfte der Umgebung dar.
* Hellinghausen ist im Westen Lippstadt vorgelagert. Aufgrund einer Sage um ein
„versteinertes Brot“ gehörte dieser 1235 in der Pfarrei Friedhardtskirchen
gegründete Ort im Mittelalter zu den religiösen Attraktionen der Gegend.
* Herringhausen gehörte ebenfalls Friedhardtskirchen an. Das etwas abseits vom
Ortskern gelegene Wasserschloss Herringhausen wurde zwischen 1720 und 1730
errichtet und dient heute der Familie von Schorlemer als Herrensitz.
* Overhagen ist an der Westseite Lippstadts mit diesem fast verschmolzen. Auch
dieser Ort gehörte ursprünglich zur Pfarrei Friedhardtskirchen. Das zentral
gelegene Wasserschloss Overhagen beherbergt heute ein staatlich anerkanntes
privates Gymnasium sowie eine Bühne für Theaterstücke.
* Esbeck, liegt am linken Lippeufer und wird als „Ebike, das bei Hörste liegt“
erstmals 1036 erwähnt. Wichtig für die Geschichte Esbecks ist die
Bauernbefreiung durch den Freiherrn vom Stein 1807.
* Dedinghausen wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts
durch einen Bruder des Bischofs Altfrid von Hildesheim gegründet und besitzt
ebenfalls eine eigene Kirche.
* Rixbeck liegt direkt an der Ostseite Lippstadts und ist durch ein
Industriegebiet mit diesem verzahnt. Eine kleine Hügellandschaft, die „Rixbecker
Alpen“, prägt das Ortsbild.
* Hörste ist ein Dorf, welches 981 wahrscheinlich aus einer altsächsischen
Ansiedlung an der Lippe entstand. Hörstes Pfarrkirche St. Martinus existiert
bereits seit der Mitte des 12. Jahrhunderts.
* Garfeln, ehemals zum Kreis Büren gehörend, wurde erstmals 1248 urkundlich
erwähnt. Der Ort ist stark bäuerlich geprägt und besitzt keine eigene Kirche.
* Rebbeke liegt dem Ortsteil Hörste an der Lippe gegenüber. Es handelt sich um
einen stark landwirtschaftlich geprägten Ortsteil, dem auch die Ansiedlungen
Mettinghausen und Niederdedinghausen angehören. Erste Bauernfamilien in Rebbeke
sind seit 1653 verzeichnet.
* Bökenförde liegt im Südosten des Stadtgebietes und stellt ein ehemaliges
Eigengut des Bistums Paderborn mit Mühle und Kirche dar. Die Pfarrkirche St.
Dionysius wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und stellt gemeinsam mit der
Feldkapelle am „Brünneken“ seit 400 Jahren einen Wallfahrtsort dar. Bekannt ist
das zu Bökenförde gehörende Wasserschloss Schwarzenraben, welches 1765 von
Johann Matthias Kitz erbaut wurde.
* Der Lipperbruch stellt die jüngste Ortschaft Lippstadts dar und entstand im
Umfeld des ehemaligen Fliegerhorstes nach dem Zweiten Weltkrieg aus ehemaligen
Kasernenanlagen und einigen bäuerlichen Nebenerwerbshöfen. Die Bevölkerung
Lipperbruchs bestand zu Beginn vorwiegend aus Kriegsflüchtlingen, Vertriebenen
und ansässig gewordenen Soldatenfamilien. Zwischenzeitlich befand sich in
Lipperbruch wieder eine Kaserne (Lipperland-Kaserne), die einen großen Teil der
ehemaligen Kasernenbauten nutzte. Dort war früher das Transportbatallion 801
stationiert. Im Zuge der Neustrukturierung der Bundeswehr wurde die Kaserne im
Jahr 2007 geschlossen. Seit Anfang März wird ca. die Hälfte des alten
Kasernengeländes von einer Möbelspedition genutzt. Im Kern Lipperbruchs befindet
sich das private Gymnasium Marienschule.
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