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Staat: Italien Region: Kampanien Provinz: Neapel (NA) Geographische Koordinaten: 40° 50′ N, 14° 15′ O40.83333333333314.2517Koordinaten: 40° 50′ 0″ N, 14° 15′ 0″ O Höhe: 17 m s.l.m. Fläche: 117 km² Einwohner: 975.139 (31. Dez. 2006) Bevölkerungsdichte: 8.457 Einw./km² Postleitzahl: 80100 Vorwahl: 081 ISTAT-Nummer: 063049 Demonym: Napoletani Schutzpatron: San Gennaro Website: www.comune.napoli.it
Neapel (italienisch: Napoli, neapolitanisch: Napule; von griechisch nea polis = neue Stadt) ist nach Rom und Mailand die drittgrößte Stadt Italiens und die größte Stadt in Süditalien. Sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien und der Provinz Neapel. Die Stadt selbst hat etwa 1 Million Einwohner (zuzüglich einer hohen Dunkelziffer an nicht amtlich registrierten Personen), zusammen mit den Vororten weist sie als Agglomeration über 4,4 Millionen Einwohner auf.
Neapel liegt am nördlichen Rande
des Golfs von Neapel, eines Supervulkans mit einem Durchmesser von über 30
Kilometern, der zur Bruchzone auf der tyrrhenischen Seite des Apennin gehört.
Die Stadt befindet sich auf etwa halbem Wege zwischen zwei peripheren und
aktiven vulkanischen Gebieten dieses Supervulkans, dem Monte Somma/Vesuv und den
Campi Flegrei (Phlegräischen Feldern).
Wetterbestimmend für die Stadt ist das mediterrane Klima mit milden und
regenreichen Wintern sowie heißen und trockenen Sommern, wobei die gröbste
Sommerhitze durch die begünstigte Lage am Meer abgemildert wird.
So sehr die vulkanischen und tektonischen Aktivitäten dieser Region den Menschen
auch immer wieder bedrohten, so sehr sorgten sie auf der anderen Seite mit der
Entstehung von Thermalquellen und der Bildung überaus fruchtbarer Böden in
Verbindung mit dem wachstumsfördernden Klima für optimale
Siedlungsvoraussetzungen, wodurch die Gegend am Golf von Neapel seit alters her
zu den dichtbesiedeltsten Gebieten Italiens gehört.
* Museo Archeologico
Nazionale. Eines der weltweit bedeutendsten archäologischen Museen. Zahlreiche
Funde aus Pompeji und Herculaneum, darunter viele Großplastiken und Mosaiken,
unter anderem die berühmte, aus anderthalb Millionen Mosaiksteinen bestehende
Darstellung der Alexanderschlacht. Enthält auch das Gabinetto Segreto
("Geheimkabinett"), ein ehemals nicht der Öffentlichkeit zugänglicher Raum mit
einer Sammlung erotischer Kunst der Antike.
* Museo Nazionale di Capodimonte im von den Bourbonen errichteten Palazzo Reale
di Capodimonte mit angegliedertem Schlosspark. Große Gemäldegalerie mit Werken
des 13. bis 20. Jahrhunderts. Unter anderem Werke von Tizian, Masaccio, Vasari,
Bellini, Raffael, Botticelli, Caravaggio, El Greco und Pieter Brueghel dem
Älteren.
* Musei di Antropologia, Mineralogia e Zoologia dell'Unversità Federico II.
Insgesamt acht recht umfangreiche und öffentlich zugängliche Lehrsammlungen der
Universität.
* Museo d'Arte Contemporanea Donna Regina, Museum für zeitgenössische Kunst.
# Seit Jahrhunderten ist die
Stadt berühmt für die individuell gestalteten neapolitanischen
Weihnachtskrippen, deren Herstellung und Vertrieb traditionell in den
Werkstätten und Läden einer eigenen Altstadtgasse (Via San Gregorio Armeno)
erfolgt. Die neapolitanischen Krippen unterscheiden sich vom
nordamerikanisch-mitteleuropäischen Typus durch ihren Realismus und
Detailreichtum. Nicht entrückte/verzückte Figuren beherrschen die Szenerie,
sondern natürliche Darstellungen unter Einbeziehung zahlreicher detailliert
wiedergegebener Alltagsszenen machen die Eigenart der neapolitanischen
Weihnachtskrippe aus. Das kann bis zur karikaturhaften Gestaltung gehen. So
finden sich in einzelnen figürlichen Darstellungen durchaus auch Anspielungen
auf die jeweils aktuellen politischen Verhältnisse.
# In Neapel wird mit Nnapulitano ein spezifischer Dialekt gesprochen, der zur
Gruppe der westromanischen Sprachen zählt und als "Mutterdialekt" aller Dialekte
Campaniens gilt.
# Alljährlich am ersten Maiwochenende, am 19. September und am 16. Dezember wird
im Dom San Gennaro das "Wunder" der Blutverflüssigung zelebriert. Hierbei geht
eine als Reliquie in einer Phiole aufbewahrte Substanz, die angeblich aus dem
getrockneten Blut des Heiligen Januarius bestehen soll in den flüssigen
Aggregatzustand über. Bleibt das "Wunder" aus, bedeutet dies Unglück für die
Stadt. Chemiker sind sich ziemlich sicher, dass es sich um eine thixotrope
Substanz handelt, die durchaus schon von den Alchemisten des Mittelalters hätte
hergestellt werden können. Die Gläubigen lässt diese naturwissenschaftliche
Erklärung allerdings unbeeindruckt. Bemerkenswert bleibt, dass nach dem
Ausbleiben der Blutverflüssigung es 1980 zu einem schweren Erdbeben kam und 1988
der SSC Neapel die italienische Meisterschaft knapp verfehlte.